Uder mit OT Schönau

Ossenritter
Ortsansicht
Pilgerfigur

Im Jahre 1089 wurde Uder erstmals urkundlich erwähnt. Der Name des Ortes trat zum ersten Mal unter der Bezeichnung Udra in die Geschichte, eine Bezeichnung, die sich in der wechselvollen Geschichte des Ortes des öfteren wandelte; wurde er doch 1137 und 1158 Othera, später Udera (1162), Odra, Odera (1205), wieder Udera (1241) noch später gar Ohder (1588) genannt. Ähnlich oft wie der Name wechselten auch die geschichtlichen Gegebenheiten Uders. Die Bewohner des Ortes und des Eichsfeldes allgemein hatten bis zu diesem Zeitpunkt bereits eine bewegte Geschichte hinter sich. Thüringische, fränkische, später sächsische und zuletzt mainzische Herrscher erwarben das Gebiet des Obereichsfeldes, zu dem auch Uder gehörte, auf unterschiedliche Art und Weise und mit unterschiedlichem zeitlichem Erfolg.

Umgeben von Bergen und an der Leine gelegen bietet Uder einen reizvollen Anblick und für Besucher einen erholsamen Aufenthalt. Auf Grund der guten Lage des Dorfes und des idyllischen Ortsbildes wurde die Gemeinde Uder 1961 als Ferienort anerkannt. Große Grünflächen auf dem weitläufigen Gelände bieten Spiel- und Sportmöglichkeiten. Dem Besucher bietet sich jederzeit eine naturverbundene Erholung. Von Uder aus lohnen ebenfalls Ausflüge ins benachbarte Heiligenstadt, nach Duderstadt, nach Eschwege, Göttingen oder Kassel, zum Kyffhäuser sowie weiterhin in den Harz, den Thüringer Wald oder den Kaufunger Wald, aber auch Orte wie die Wartburgstadt Eisenach, die Landeshauptstadt Erfurt oder Weimar.

Einem berühmten Sohn der Gemeinde verdankt der Heimatverein "Martin Weinrich" seinen Namen. Martin Weinrich wurde 1865 in Uder in der Ratsgasse Haus Nr. 6 geboren. Er ist der bekannteste Mundartdichter des Eichsfeldes. Aus seiner Feder stammt der zeitweise verpönte und immer weniger gesprochene Dialekt des Obereichsfeldes, meist in humorvoll mundartliche Gedichte gefasst.

Uder besitzt eine sehr gute Infrastruktur. Kaufmärkte, Einzelhandelsgeschäfte sowie andere Dienstleistungs- und Handelsbetriebe sind in wenigen Minuten erreichbar. Mit vier praktischen Ärzten, zwei Zahnarztpraxen, zwei Physiotherapiepraxen und einer Apotheke ist für die medizinische Betreuung gesorgt. Im Ort befinden sich zwei Kindergärten und eine Regelschule. Der Besuch des Schulmuseums mit dem alten Klassenzimmer, den historischen Ausstattungsgegenständen und den Darstellungen zur eichsfeldischen Schulgeschichte sind sehr lohnenswert.

Schönau ist ein Ortsteil der Gemeinde Uder und liegt etwa 2,5 km nordwestlich an der B 80 im Leinetal. Hier wohnen derzeit 63 Personen (Stand: 31.12.2016).

Die Dorfstätte wird 1318 zum ersten Mal urkundlich als "Schonawe" erwähnt, was so viel wie "Schöne Aue" bedeutet.

Mit dem Namen der Gaststätte zum "Lahmen Frosch" am Ortseingang verbindet sich eine interessante Sage: In längst vergangener Zeit, als fast ausschließlich Wiesen oder Weiden das Leinetal bedeckten und Mäher das Gras noch mit der Sense schnitten, kam es vor, dass dabei umherspringende Frösche verletzt wurden. Einen solchen "lahmen Frosch", der seiner Verletzung erlegen war, nagelten die Männer über die Tür ihrer Bretterhütte, in der sie das Frühstück ein nahmen und bei Regen Schutz suchten. Eine später an dieser Stelle errichtete Gaststätte übernahm den Namen. Dieser Tradition folgend heißt heute die Gaststätte "Zum Lahmen Frosch".

Uder ist mit derzeit 2.666 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) das zweitgrößte Dorf des Eichsfeldkreises und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Uder.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.gemeinde-uder.de