Lutter mit OT Fürstenhagen

Lutter mit derzeit 709 Einwohnern (Stand: 31.12.2016), liegt etwa 5 km von Uder entfernt. Die Straße, die gleich am Ortseingang von Uder nach links von der Hauptstraße abzweigt, zieht sich in dem recht breiten Wiesental der Lutter zwischen dem Heiligenstädter Stadtwald auf der linken und dem Kleinen sowie Großen Lichtenbühl auf der rechten Seite bis zum Dorf Lutter.

Der Dorfname Lutter stammt von dem gleichnamigen Bach, der die Gemeinde durchfließt. Lutter kommt 1201 als Luttere oder Luthera in den Urkunden erstmalig vor. Von den Höhen ergeben sich immer wieder reizvolle Ausblicke auf den Ort mit seinen hübschen gepflegten Fachwerkhäusern im thüringischen und fränkischem Baustil, die von der auf einer Anhöhe gelegenen, dem hl. Mauritius geweihten Kirche, überragt werden.

Erwähnenswert sind weiterhin die Meierei als alter Lehnshof mit einem kultur­historisch wertvollen Torbogen, die Gebäude der vier ehemaligen Mühlen, die alle von der Lutter angetrieben wurden sowie der renovierte Dorfanger. Außerdem erinnern viele alte Bildstöcke, die an idyllischen Plätzen gelegen sind, den Wanderer auf seinen Wegen an die religiöse Geschichte dieser Gegend.

Das Dorfbild wird durch mehrere hundertjährige Linden anmutig gegliedert. In dieser abwechslungsreichen Landschaft bieten sich dem Wanderer und Naturliebhaber das ganze Jahr hindurch vielfältige Möglichkeiten. Von Fürstenhagen kommend quert der Herkulesweg (x7) den Ort, weiterführend über den Heiligenstädter Stadtwald am Schierbachteich vorbei in Richtung Kyffhäuser. Weitere Wanderziele von Lutter aus sind die Maienwand, Uder, Lenterode und viele andere Ziele. Sehr schön ist die Aussicht vom Kielborn, welcher sich im nahen Wald bei Lutter befindet.

Das kulturelle Leben der Gemeinde wird durch ein reges Vereinsleben geprägt. Zahlreiche traditionsgebundene Feste und Bräuche, so das Kirchweih- und Patronatsfest, Fronleichnam, und die Bittage haben ihren festen Platz im Verlauf eines Jahres.

Die Kirmes (Kirchweih- und Patronatsfest) ist das bedeutendste Volksfest in unseren Dörfern.

Eine Tischlerei, ein Sägewerk, ein Malergeschäft, eine Kunstschmiede, ein Heizungs- und Klempnergeschäft und andere Handwerksbetriebe legen Zeugnis vom Können eines bodenständigen Handwerks der Gemeinde ab.

Fürstenhagen mit derzeit 61 Einwohnern (Stand: 31.12.2016) ist ein Ortsteil der Gemeinde Lutter. Es hat seinen Namen von einem dem Fürsten gehörigen Hagen, einer abgegrenzten Gemarkung, die im Jahre 1297 als Indago vorkommt. Diese Siedlung, die bereits 1374 als verlassen galt, lag früher östlich der anscheinend im 18. Jahrhundert neu gegründeten Dorfstelle. Als vor dem 1. Weltkrieg die Bahnlinie Heiligenstadt - Eschwege gebaut wurde, bekam das Dorf einen Bahnhof.

Bei der Schule, in der heute keine Kinder mehr unterrichtet werden, befindet sich das alte Backhaus, das in den Jahren 1994/95 vollständig saniert wurde. Nach gelungenem Probelauf wurde anlässlich der 100. Kirchweihfeier am 17. August 1996 das rekonstruierte alte Backhaus mit dem Backen des Kirmeskuchens eingeweiht.

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